Der historische Hintergrund

In der Frühgeschichte Chinas waren die Lebensbedingungen für die Menschen im Süden Chinas mit seinen Wäldern, Hügeln und Flüssen gänzlich anders als im kargen Norden mit seinen flachen Ebenen und seiner spärlichen bis völlig fehlenden Vegetation. Mithin unterschieden sich die Naturbeobachtungen der Menschen im Süden Chinas erheblich von denen im Norden.

Kein Wunder also, dass auch verschiedene Feng Shui-Schulen entstanden. Es bildeten sich zwei Hauptschulen heraus: Die Formschule im Süden und die Kompassschule im Norden Chinas. Heute gibt es noch verschiedene andere Schulen, die in der Neuzeit entstanden.

Die Form- und die Kompassschule stammen aus der Song Dynastie (960-1279). Die Formschule orientierte sich an markanten Landschaftsmerkmalen, - daher "Form" - und wurde von dem Gelehrten Yang Yün-Sung entwickelt.

Im kargen Norden orientierte man sich an den Himmelsrichtungen und studierte deren Einflüsse, um die besten Lebensbedingungen für den Menschen zu bestimmen. Ein Gelehrter namens Wang Ci entwickelte diese sogenannte Kompassschule. 

Während diese Schulen lange Zeit Gegensätze bildeten, arbeiten heutzutage viele Berater mit beiden Ansätzen.

Persönlich arbeite ich auch mit diesem dualen Beratungsansatz.